Christa, 1959, Landwirtin
Barbara, 1981
Cornelia, 1988, Schülerin,
Das Wohngebäude unseres Hofes -
Wie das ganze angefangen...hat, weiß ich gar nicht mehr, denn ich bin schon "geritten" da war ich noch gar nicht geboren.
Als ich dann doch das Licht der Welt erblicken durfte, war das Symbol auf dem Erkennungsarmband im Krankenhaus ein Pferdchen. So hat das ganze wohl begonnen. Natürlich auch damit dass meine Eltern beide mit Pferden zu tun hatten und schon lang ritten
Ich bin also von ganz klein an mit Pferden aufgewachsen. Mein erstes "echtes" Hotte Hüh war HANSI. Er ist ein geschecktes Pony, aber den kennt ihr ja eh alle. Mit ihm hab ich also meine Reiterfahrungen begonnen und bin nicht nur einmal von ihm ausgetrickst geworden. Meine Mutter heiratete dann auf den Sonnenhof. Seither lebe ich also auf einem großen Pferdehof. Da hatte ich dann Reitunterricht von Sissy auf Marizza, sie war eine Schimmelstute, die meine Mutter schon von klein auf kannte und vorm Schlachter rettete. Mit ihr gewann ich meinen ersten Pokal.
Dann hab ich DIANA eine dunkelbraune Vollblutstute bekommen. Sie war von meinem Dad recht gut angeritten worden und ich hab sehr viel von ihr gelernt. Mit ihr ging ich meine ersten Turniere. Leider konnte sie nach einer schweren Phlegmone nicht mehr geritten werden, sie ging in Pension. In der Zeit ritt ich viele verschiedene Pferde. Z.B. war ich auf Reitlager, dort hatte ich einen Fjordpferdhengst zum Reiten. Sein Name war Kjel und er war ein hübsches Kerlchen und auch recht brav. Auch wenn ich hin und wieder zu meinen Dad nach Mank fahre, der dort auch einen kleinen Reitstall hat, hab ich verschiedenste Pferde zum Reiten.
Zuhause bekam ich dann Duella von meiner Mum zum Reiten. Sie war anfangs recht schwierig, entwickelte sich aber und wurde ein braves Kinderpferd. Eine zeitlang bin ich auch Ramin viel geritten. Mit ihm schnupperte ich ein wenig in die Kunst des Westernreitens hinein. Seit etwa 5 Jahren hab ich jetzt meinen Büffel. Bekommen hab ich sie, als sie 14 Tage alt war. Mum hat sie mit ihrer Mama Jessie gekauft. Die ist eine kleine, zarte Haflingerstute, TA TANKA (du Büffel) ist um einiges größer geworden und dreifärbig, Sie ist das erste Pferd das ich mir selber "herrichten" durfte. Das hatte ich mir immer gewünscht. Danke Mum!!! Denn ich dachte immer: Sich auf ein fertiges Pferd zu setzen, das kann man bald, doch das Interessante ist doch, wie weit kann ich einem jungen Pferd selber etwas beibringen?
Naja, und so hat Ta Tanka auch einiges an Spielereien gelernt, denn wir mussten ja auch etwas tun, bevor wir reiten konnten. So kann sie Ja und Nein sagen, das Kompliment und den spanischen Schritt. Das Knien üben wir noch ein wenig bevor wir sagen, wir können es. Sie ist glaub ich, auch ein ganz verlässliches Reitpferd geworden. Sie ist zeitweise stur und sehr eigenwillig, aber doch lieb und einfach mein Büffelchen. Meine Mum meint immer, das geschieht mir ganz recht, denn sie spiegelt nur mich wieder. So, das war es also: in groben Zügen meine Reiterei...
Infiziert vom Pferdevirus wurde ich durch meinem Urgroßvater, der im 1. Weltkrieg bei der Kavallerie tätig war und Pferde für die Offiziere ausbildete. Als Kind liebte ich diese Geschichten, auch wenn sie wahrscheinlich nur im Unterbewusstsein gespeichert wurden. Aber sie legten den Grundstein für meine Pferdeliebe.
Die Nachbarn meiner Grosseltern hatten noch Pferde in der Landwirtschaft eingesetzt, und statt im Sommer schwimmen zu gehen, liebte ich es, am Kutschbock zu sitzen und mit dem Gespann mitfahren zu dürfen.
1973 ermöglichte meine Großmutter es mir, in St. Pölten-Wagram bei Herrn Werner Paul reiten zu lernen. Damals waren 20 Longestunden das Minimum, bevor man frei reiten durfte. Da mir aber das Dressurreiten zu langweilig wurde, wechselte ich 1974 auf den Braunsberg zur Familie Stangl, wo ich nach einem Jahr bereits selber Ausritte führen durfte.
Am 11.9.1976 bekam ich von meinen Eltern als Maturageschenk mein 1.eigenes Pferd - AMIGO
Von 1977 bis 1978 hatte ich mein Pferd und einen Einsteller zu Hause.
1978 wieder auf den Braunsberg, bis 1982 Begleitung bei Reitgästen geritten.
1985 Übersiedlung auf den Sonnenhof und am 11.9.1987 (11 Jahre nach meinem 1.Pferd ) Hochzeit mit Gerhard.
Es folgten Kurse, Prüfungen und Fortbildungen, alles rund um´s Pferd und zu deren Wohl.
Aus einem Büromenschen wurde eine Landwirtin. Ich mache diese Arbeit gerne, ich habe es noch keinen Tag bereut, nicht mehr in einem Büro zu sitzen. Ich habe am Sonnenhof mein Zuhause gefunden und mich weiterentwickelt.
Und wie das Leben so spielt, blieb es nicht bei einem Pferd und einem Pony - HANSI!
Als Geschenk meiner Schwiegereltern bekam ich DUELLA und Gerhard bekam RAMIN.
Dann kamen DIANA, PRACHT, mein 1. Fohlen DE LUNA, REMO, JESSIE und TA TANKA,
MAUSI, RÖSCHEN und zu guter letzt noch ein Esel : FELICIA!
Und es werden nicht meine letzten Pferde, Ponies oder Esel sein, es werden auch noch weitere Hunde, Katzen und andere Tiere folgen.
Sie alle haben mein Leben beeinflusst und geprägt und mich zu dem gemacht, was ich heute bin.
Ich habe immer versucht, mich weiterzubilden, zu lernen, nicht stehen zu bleiben, und habe in den vielen Jahren schon sehr viel dazugelernt, und noch immer gibt es soviel Neues zu entdecken und zu lernen.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinen Tieren, speziell meinen Pferden, als meinen Lehrern bedanken.